Achtsamkeit Teil 3 - über das Private hinaus

April 9, 2018

 

Jetzt geht es so richtig ins Leben! In den ersten beiden Teilen unserer kleinen Achtsamkeitsreihe ging es um die ersten Schritte zu mehr Achtsamkeit und um die Geschenke der Achtsamkeit.

In Teil 3 geht es darum, durch die trainierte Achtsamkeit nicht mehr zu trennen.

Was ist darunter zu verstehen?

 

 
Wenn Du Dich mit Achtsamkeit mehr und mehr beschäftigst, wird es Dir wie den meisten so gehen: Du hast es zunächst mal privat für Dich getan. Vielleicht auch nur am Wochenende, weil Du das Gefühl hattest, dass es Dir da besser möglich war, Dich in Deiner Achtsamkeit zu üben: weniger Stress, weniger Arbeit, da war der Einstieg leichter.

Es gab die eine oder andere Meditation, oder bewusster Atem hat Dir weitergeholfen, viele kleine Geschenke der Achtsamkeit sind Dir schon begegnet. Doch die meisten würden sagen, die Ausdehnung der achtsamen Momente war im weitesten Sinne zu Hause, privat, vielleicht noch auf dem Weg zu Arbeit, jedoch selten in der Arbeit selbst.

 

Ich lade Dich dazu ein, nun nach etwas Übung, Dich in Deiner Achtsamkeit auch im beruflichen Kontext zu üben. Für viele ist dieser Schritt auch mit Ängsten verbunden, das könnte u.a. sein:

  • Was ist, wenn die Kollegen etwas an mit bemerken, dass ich anders bin? Wird das akzeptiert? Oder bin ich dann ein Außenseiter?

  • Was ist, wenn ich dann eigentlich spüre, dass mir meine Arbeit im Grunde genommen keine Freude mehr macht?

  • Mit zunehmender Achtsamkeit lebe ich mehr meine Wahrheit. Aber in meinem Job kann ich mir das doch nicht erlauben?!?

  • Wenn ich dann meinem einen Kollegen begegne, mit dem ich so gar nicht kann, behindert mich dann die Achtsamkeit nicht, weil ich dann noch intensiver mit meiner Abneigung in Kontakt bin?

  • Werden mich meine Kunden/Gäste/Klienten schräg ansehen

  • Wenn ich in meinem beruflichen Kontext mehr in meine Achtsamkeit gehe, habe ich Angst davor, weil ich schon ahne, dass hier vieles eigentlich nicht zu mir passt, aber es ist nun mal mein Job und ich muss Geld verdienen…

 

Ja, das mögen große Themen sein, ohne Zweifel. Doch sei Dir gewiss: Zum einen ist der Weg der Achtsamkeit ein sanfter Weg und vertraue darauf, dass nicht mehr in Deinem Bewusstsein erscheint, also Du in diesem Moment tragen kannst.

 

Es mag sein, dass dann die große Frage der Veränderung auftaucht. Aber mal ehrlich, wenn die Befürchtung schon im Raum steht, dann war das Gefühl schon vorher da. Die Achtsamkeit ist kein Auslöser, vielleicht eher ein schärferes, präsenteres Hinsehen. Mit den Geschenken, die Du durch den Zugang zu Deiner Achtsamkeit mehr und mehr erfährst, wirst Du in einen immer stärkeren Kontakt mit Dir treten. Wenn dann möglicherweise Veränderungen im Außen anstehen, dann werden sie zum richtigen Zeitpunkt aufscheinen. Vieles wird sicher aber auch auf wundersame Weise innerhalb der bestehenden Arbeit verändern. Lass uns dazu die oberen Punkte mal aus diesem Blickwinkel betrachten:

  • Was ist, wenn die Kollegen etwas an mit bemerken, dass ich anders bin? Wird das akzeptiert? Oder bin ich dann ein Außenseiter?

Bewusst oder unbewusst werden Deine Kollegen Deine Achtsamkeit bemerken. Sei es, weil Du klarer, wertfreier kommunizierst oder, weil Du von Dir aus kommunizierst, was es jetzt von Deiner Seite aus braucht. Sei es, dass Du ruhiger Entscheidungen triffst, sei es, dass Du in stressigen Situationen gelassener reagierst...alles Teil Deiner Geschenke durch Deine Präsenz in Achtsamkeit. Da wirst Du eher eine Bereicherung für Dein Team, Deine Kollegen sein! Es wird kaum Menschen geben, die sich in der Gegenwart einer achtsamen Menschen nicht wohl fühlen würden. Außer Deine Achtsamkeit zeigt dieser Person den Spiegel auf, wie wenig achtsam sie mit sich und der Welt ist. Ist diese Person dann für sich noch nicht bereit, wird es eher Richtung Rebellion gehen oder Vermeidung mit Kontakt zu dieser achtsamen Person. Du siehst, Dir kann letztlich nichts passieren. Du wirst für Dich und Deine Arbeit viel im Bereich des Stresslevels lösen können. Du wirst schneller erkennen, was es für Dich oder das Projekt braucht. Du wirst ein Impulsgeber für andere. Für die möglicherweise befürchteten Kollegen, die Dich dann zum Außenseiter machen könnten, liegt der Schlüssel darin, dass dort eher ein Problem mit der Person selbst besteht, als mit Dir. Die Geschenke werden aber sicher überwiegen. Auch sich abwendende Kollegen zeigen Dir einfach nur, mit wem Du jetzt in Resonanz bist und mit wem nicht. Das ist alles, nicht mehr und nicht weniger.

 

Das Geschenk hinter folgender Frage:

  • Was ist, wenn ich dann eigentlich spüre, dass mir meine Arbeit im Grunde genommen keine Freude mehr macht?

So schockierend sich das für Dich anfühlen mag, aber ganz simple: Dann ist das nun mal so. Ist es nicht gut, dass Du diese Wahrheit in Dir lieber früher als später erfährst? Bzw. in dem Moment, wo Du es weißt, wird es immer der richtige Zeitpunkt sein. In Deiner gewachsenen Achtsamekeit hat einfach nur der Kompass der Stimmigkeit angeschlagen, der Dir mitteilt: Das ist nicht mehr stimmig für mich. Du kannst dann schauen, was es braucht. Braucht es ein Gespräch mit dem Chef? Braucht es eine Veränderung innerhalb Deines Tätigkeitsfeldes, oder einen besseren, angenehmeren Arbeitsplatz im Sinne von: Wo steht Dein Schreibtisch? Das können ganz kleine Dinge sein oder für Dich die große Veränderung. Doch Dein Kompass der Stimmigkeit wird Dir den Weg weisen, ob Du innerhalb Deiner Arbeit für bessere Rahmenbedingungen sorgen kannst, oder ob Dein Weg Dich woanders hinführt. Vielleicht ist es auch nicht die Arbeit selbst, sondern nur die Anzahl der Stunden. Es kann viele Gründe haben, warum Dein Kompass auf nicht stimmig eingependelt ist. Doch Deine liebevolle Achtsamkeit zu Dir, wird Dir zeigen, ob sich Deine Werte verändert haben, ob es einfach gut war, bis dahin, aber nicht länger in diesem Jobverhältnis zu sein, oder ob es darum geht, innerhalb Deiner Arbeit die “neue” Wahrheit genau dort zu leben, wo Du jetzt bist.

 

  • Mit zunehmender Achtsamkeit lebe ich mehr meine Wahrheit. Aber in meinem Job kann ich mir das doch nicht erlauben?!?

Da kommen wir gleich passend auf diese Frage: Ob Du Dir das erlauben kannst?

Die Frage lautet doch eher: Wie könntest Du es Dir nicht erlauben?
Wahrheit in Achtsamkeit ist ja auch nicht immer die Brechstange. Mit Deiner Achtsamkeit schulst Du Dein Bewusstsein für Verbundenheit. Wenn z.B. in der Pause mit anderen Kollegen bis dato viel gelästert oder negativ gesprochen wird und Du für Dich erkennst in Deiner Achtsamkeit “nicht stimmig”, dann kannst Du versuchen, das Thema auf andere Sichtweisen/Themen zu bringen. Oder Du wirst Deine Pausen anders für Dich - nährender verbringen. Das ist Dein Geschenk für Dich: Du kannst dann nicht stimmige Dinge anstupsen Richtung Veränderung, wenn die Mitwelt darauf reagiert. Wenn nicht, dann unternimmst Du einfach eine andere Handlung, in dem Du Dich z.B. in der Pause entfernst. Das solltest Du Dir nicht erlauben dürfen? Natürlich darfst Du das. Sollten es größere Punkte sein, dann fang mit den kleinen Dingen an, wachse in Deine Wahrheit hinein. Ist Deine Wahrheit willkommen, wunderbar! Vielleicht hat es genau das gebraucht, dass Du endlich in Deinem Job Deine Wahrheit lebst!

 

  • Wenn ich dann meinem einen Kollegen begegne, mit dem ich so gar nicht kann, behindert mich dann die Achtsamkeit nicht, weil ich dann noch intensiver mit meiner Abneigung in Kontakt bin?

Du kannst durch die Achtsamkeit genau hinspüren: Reagiere ich vielleicht nur automatisch mit Abneigung auf meinen Kollegen, weil es sich so eingeschlichen hat? Weil Dein Verstand in einer sich ständig wiederholenden Schlaufe steckt? Im 2. Teil konntest Du lesen, dass Du durch Deine Achtsamkeit mehr und mehr den Moment lebst, ohne Geschichte in die Vergangenheit oder die Zukunft. Du kannst also auch Deinem bis dato abgelehnten Kollegen genauso begegnen: Vergiss die Geschichte! Hier und jetzt begegnest Du ihm zum ersten und letzten Mal! Schau, was dann passiert. Vielleicht begegnet ihr Euch durch Deine Präsenz wertfrei zum ersten Mal seit ihr Kollegen seid. Oftmals lösen sich alte Abwehrhaltungen komplett auf - sowohl bei Dir als auch bei Deinem Kollegen. Es kann auch sein, dass das gegenseitige nicht so mit miteinander Können weiterhin bestehen bleibt, aber es wird Dich weniger belasten. Automatisch, weil Du mehr bei Dir bist. Nach der Zusammenkommen mit dem Kollegen wird es einen neuen Moment der Achtsamkeit geben, Du wirst die Geschichte nicht mehr so oft mitnehmen und mit Dir gedanklich und damit emotional herumtragen. Deine Achtsamkeit wird es Dir aufzeigen.

 

  • Werden mich meine Kunden/Gäste/Klienten schräg ansehen?

In den wenigsten Fällen, glaube mir! In den meisten Fällen werden sich Kunden/Gäste/Klienten bei Dir dann umso wohler fühlen. Je mehr Du mit Dir gut in Kontakt bist, desto besser kannst Du in Kontakt mit anderen sein, wertfrei sein, achtsam in der Begegnung sein. Dein Gegenüber wird das spüren, dass Du gerade hier und jetzt mit voller Präsenz da bist. Wie wenigen Kunden/Gästen/Klienten wird diese Achtsamkeit noch zuteil? Dies in Begegnung mit Dir zu erleben, ist ein großes Geschenk für Dein Gegenüber. Wir bieten z.B. in unserer LIVINSCHOOL u.a. den Achtsamkeitstrainer im Spa-Bereich an. Denn was nützt der hippste eingerichtete Spa und die tollsten Behandlungen oder die beste Entspannungsmusik im Hintergrund oder die beste Pflegelinie, wenn der Spa-Mitarbeiter nicht achtsam also präsent seinem Gegenüber einen Raum öffnet, in dem diese Person sich fallen lassen kann? Wenn Du nicht im Spa-Bereich arbeitest, kannst Du das natürlich übertragen auf Deinen Kundenkontakt. Der Raum der Achtsamkeit ist eher ein Kundenmagnet, als dass es für diese schräg wäre.

 

  • Wenn ich in meinem beruflichen Kontext mehr in meine Achtsamkeit gehe, habe ich Angst davor, weil ich schon ahne, dass hier vieles eigentlich nicht zu mir passt, aber es ist nun mal mein Job und ich muss Geld verdienen…

Dieser letzte Punkt schließt den Kreis zur ersten Frage (siehe oben). Auch hier gilt: Die Achtsamkeit wird Dir den Weg zeigen. Du wirst klarer spüren, was stimmig ist, und was nicht. Du wirst in so vielen Bereichen kleine Kämpfe gar nicht mehr führen müssen. Vielleicht waren es die vielen kleinen Dinge, die Dir Stress machten. In Dir mehr und mehr ruhend, wird sich der Weg des Bleibens oder des Gehens auftun. Achtsamkeit wird Dir Deine Wahrheit der Stimmigkeit aufzeigen. Ja, Veränderungen machen Angst, das habe ich auch in den anderen beiden Teilen geschrieben. Allein schon, dass Du weißt, dass das Gefühl der Angst einfach nur ein Warnsystem ist, lässt Dich in Deine Achtsamkeit nur noch tiefer hineinwachsen. Angst bringt aber auch Spannung, die durchaus auch ihr Positives hat: Man ist wach, bereit, quasi in erhöhter Alarmbereitschaft. Was aber auch bedeutet, dass man mit seinen Sinnen geschäft auf die Signale von Außen reagiert. Übermannt Dich die Angst nicht, kann Dir diese erhöhte Präsenz letztlich nur noch besser den Wegweiser zeigen. “Angst vor” ist oftmals nur die andere Seite einer Medaille, auf der steht: “Lust auf…”

 

All die möglichen großen Punkte, die befürchtet werden könnten, zeigen Dir immer wieder aufs neue die Chance, mit Dir in Dir Deine Wahrheit in Verbundenheit zu leben. Achtsamkeit ist ein wichtiger Teil davon. Jedes Geschenk ist es wert, auch jenes, welches sich zunächst unangenehm anfühlen mag - und dabei ist es völlig egal, ob Du dies in einem beruflichen oder privaten Kontext erfährst. Die Wahrheit, die Stimmigkeit trennt dies nämlich auch nicht, nur wir trennen, bzw. unser Ego trennt. Achtsamkeit bringt Dich wieder in Deine Verbundenheit - im Job, in Deiner Selbstständigkeit, mit Deinem Körper, mit Deiner Ernährung, mit Deinen Kontakten, weil Du in Dir lebst - LIVINYOU

 

Alles Liebe,

Natascha

 

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